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Besseres Internet im Home-Office – ist dein DSL-Anschluss schnell genug?

16.06.2021 Die Arbeit von zu Hause ist längst für viele zur neuen Normalität geworden. Auch, wenn aktuell in Sachen Corona etwas Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist, wird Home-Office auch nach der Pandemie noch eine wichtige Rolle im modernen Arbeitsleben vieler Beschäftigten spielen. Wer also vorhat, auch zukünftig zumindest teilweise daheim zu arbeiten, sollte seine  Internetverbindung einer kritischen Prüfung unterziehen. Langsames und instabiles Internet kann in vielen Fällen für Frust sorgen. Insbesondere dann, wenn mehrere Haushaltsmitglieder gleichzeitig auf das Netz zugreifen, wird die Performance der Internetverbindung schnell einmal in die Knie gezwungen. Wir zeigen dir, wie du deine Internetverbindung analysierst und durch welche Tricks du sie verbessern kannst.

 

Wie schnell ist meine Internetverbindung?

Um herauszufinden, wie schnell deine Internetverbindung aktuell ist, kannst du einen DSL-Speedtest durchführen. Dieser bietet dir erste Anhaltspunkte darüber, wie flott beziehungsweise wie lahm du tatsächlich im Netz unterwegs bist. Sollte deine Verbindung zu langsam sein, kann diese zum einen an der vorgegebenen Geschwindigkeit deines DSL-Vertrags liegen, zum anderen können aber auch Störungen oder Störfaktoren vorliegen, die dein Netz ausbremsen.

Wie schnell sollte meine Internetverbindung für Home-Office sein?

Nutzer Verwendung Download Speed
Wenignutzer Google, E-Mail, Recherche, gelegentlich Videokonferenzen, VoIP 16– 30 Mbit/s
Standardnutzer Häufig Videokonferenzen, viele Cloud Dienste, 40 – 75 Mbit/s
Intensivnutzer Hochauflösende Videostreams, Download größere Dateien, aktives Streaming ab 75 Mbit/s
Extremnutzer Download sehr großer Dateien, mehrere Nutzer gleichzeitig ab 150 Mbit/s


Hierbei kommt es vor allem auf das individuelle Nutzungsszenario und die Anzahl der Personen an, die gleichzeitig auf das Netzwerk zugreifen. Falls die Geschwindigkeit deines DSL-Vertrags für deinen Anwendungsfall zu gering ist, solltest du über ein Upgrade deines Tarifs nachdenken.

Anwendung Empfohlene Mindestgeschwindigkeit (Downstream)
E-Mail 1 Mbit / s
Surfen im Internet 10 Mbit / s
Social Media 10 Mbit / s
Videoanrufe 10-20 Mbit / s
HD-Streaming 10-20 Mbit / s
Online-Gaming ab 30 Mbit / s
4K-Streaming ab 30 Mbit / s

 


16 Mbit/s als Minimal-Standard für einfache Office-Aufgaben

Eine gut funktionierende DSL-Leitungen mit lediglich 16 Mbit/s kann durchaus für einfache Office-Aufgaben und Videokonferenzen genügen. Für mehrere Nutzer gleichzeitig ist diese Geschwindigkeit allerdings nicht ausgelegt. Zudem gestalteten sich Down- und Uploads größerer Datenmengen ziemlich zeitraubend.

50 Mbit/s – genügend Speed für moderne Anwendungen

Für einen einzelnen Home-Office-Arbeitsplatz ist eine Internetgeschwindigkeit von 50 Mbit/s in der Regel völlig ausreichend. Greifen allerdings mehrere Personen parallel mit anspruchsvollen Anwendungen wie Videokonferenzen oder virtuellem Unterricht auf das Netz zu, kann auch diese Bandbreite zu knapp bemessen sein.

100-1.000 Mbit/s – für Familien, Wohngemeinschaften & datenintensive Anwendungen

Sobald mehrere Personen zur selben Zeit aktiv das Heimnetz nutzen oder regelmäßig sehr große Dateien hoch- und heruntergeladen werden, sollte die Bandbreite dementsprechend höher angepasst werden. 

Upstream Geschwindigkeit nicht vergessen

Häufig rühmen sich die Provider mit DSL-Tarifen, die besonders hohe Download-Geschwindigkeit versprechen. Doch auch die Upstream- (oder Upload-) Geschwindigkeit sollte nicht außer Acht gelassen werden (obwohl sie häufig nur im Kleingedruckten zu finden ist). Die Upload-Geschwindigkeit ist insbesondere relevant für alle Arten von Cloud-Diensten, für Datenbankanwendungen oder aber auch für Content-Creator, die riesige Mediendateien uploaden oder selbst Streamen. 

WLAN vs. Netzwerkkabel

Die meisten privaten Haushalte verbinden sich drahtlos via WLAN mit dem Internet. Das hat den großen Vorteil, dass lästige Kabel entfallen und auch mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets komfortabel drahtlos angebunden werden können. Man sollte hierbei allerdings bedenken, dass die Geschwindigkeitsangaben der Provider in der Realität mit kaum einem Drahtlosnetzwerk realisiert werden können. Am ehesten werden solche Referenzwerte mit kabelgebundenen Netzwerken erzielt.

Besseres Internet im Home-Office

Bei WLAN-Netzen können die theoretisch möglichen Geschwindigkeiten weniger gut ausgereizt werden, da das Funksignal mit der Entfernung zum jeweiligen Gerät immer schwächer wird. Je kürzer die Entfernung vom Empfangsgerät (PC, Tablet, Smartphone etc.) zum Router, desto besser ist die Verbindung. Deshalb ist eine kabelgebundene Verbindung schneller und zuverlässiger. Hochwertige Netzwerkkabel mit spezieller Abschirmung sorgen für einen optimalen Datenfluss. 

Wie kann ich meinen WLAN-Empfang verbessern?

Wer kennt es nicht: das heimische Netzwerk streikt mal wieder, die Geschwindigkeit ist viel zu niedrig und die Funkverbindung bricht andauernd ab. Gerade in dem Moment, in dem eigentlich die nächste Videokonferenz anstehen würden. Um derartigen Szenarien vorzubeugen, gibt es einige Möglichkeiten und Kniffe, um der Ursachen der Empfangsprobleme auf den Grund zu gehen und diese zu beheben.

Besseres Internet im Home-Office

Den optimalen Standort für deinen Router finden

Sehr wichtig für einen guten Empfang ist die korrekte Platzierung des WLAN-Routers. Von Zimmer zu Zimmer sinkt nämlich der Empfang, daher sollte man sich überlegen, in welchen Räumen man auf besonders hohen Empfang angewiesen ist. Die meisten platzieren den Router gerne direkt oder unmittelbar entfernt von der Telefondose, das erspart das umständliche Verlegen zusätzlicher Netzwerkkabel. Häufig ist das jedoch nicht der optimale Standort. Der Router sollte relativ hoch platziert werden, damit er nicht nach unten abstrahlt. Sieh davon ab, den Router hinter Möbelstücken oder in der Schublade zu verstecken. Bestenfalls befindet sich dein Router in unmittelbarer Nähe zu deinem Home-Office-Arbeitsplatz . Falls das bei dir nicht möglich sein sollte, kannst du weiterhin überprüfen, ob Störquellen deinen WLAN-Empfang beeinträchtigen.

Störfaktoren eliminieren – für besseres Internet im Home-Office

Zum einen ist das WLAN-Netz generell in seiner Reichweite begrenzt, zum anderen können aber auch einige Störfaktoren den Empfang deutlich beeinträchtigen:

  • Dicke (Stahl-) Betonwände und Mauern
  • Feuchte Räume mit Wasseranschluss wie Badezimmer oder auch Aquarien
  • Haushaltsgeräte, insbesondere Mikrowellen
  • Heizungen
  • Möbelstücke
  • Andere Geräte mit Funkverbindung

Den Empfang via App kontrollieren

Mithilfe deines Smartphones oder Tablets kannst du den Empfang an unterschiedlichen Standorten überprüfen. Mit kostenlosen Wifi Analyzer Apps für iOS & Android siehst du in einer übersichtlichen Grafikansicht den aktuellen Empfang. So kannst du von Zimmer zu Zimmer gehen und überprüfen, wo der Empfang am besten ausfällt und deinen Home-Office-Arbeitsplatz dementsprechend planen und ausrichten. 

Den optimalen Funkkanal finden

Mit derartigen Apps kannst du auch analysieren, welcher Funkkanal für dich der schnellste ist. Heutzutage verbindet sich der Großteil via WLAN, daher sind auch im und um das Haus herum sehr viele verschiedene Drathlos-Netzwerke aktiv. Der Standard-Kanal 11 ist oftmals mehrfach belegt, was sich negativ auf die Empfangsqualität auswirken kann. Kanal 9 und 10 sind auch nicht ganz optimal, da Mikrowellen mit derselben Funkfrequenz arbeiten. Die Auslastung aller Kanäle wird grafisch übersichtlich in einem Diagramm dargestellt. Suche dir dann über die Benutzeroberfläche deines Routers am PC oder via App auf Mobilgeräten einen möglichst freien Kanal mit wenigen Überschneidungen zu anderen Netzwerken

Benötige ich einen neuen Router?

Router haben unterschiedliche Übertragungsgeschwindigkeiten, alte und günstigere Router nutzen noch den WLAN-g-Standard, mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 54 Mbit pro Sekunde. Aktuelle Modelle, die mit dem neuesten Standard Wifi 6 funken, können wesentlich höhere Geschwindigkeiten erreichen (theoretische Datenraten bis zu 4,8 Gbit/s). Möchte man besonders hohe Geschwindigkeit erreichen, könnte ein WLAN-Router mit MU-MiMo-Technik (Multi-User-Multiple-In-Multiple-Out) in manchen Fällen Vorteile verschaffen.

Auch Router mit gleich vier leistungsstarken Antennen (4×4 MIMO) können die Qualität und Reichweite des Funksignales verbessern.  Du solltest vor dem Kauf eines Routers jedoch immer bedenken, dass dessen Performance immer durch die vorgegebene Bandbreite deines Internetanschlusses limitiert wird. Denn letzten Endes bestimmt der gewählte Internetanschluss über die maximal zu erreichende Geschwindigkeit. Hast du also  einen Vertrag mit deinem Provider abgeschlossen und dabei eine geringere Bandbreite gewählt, kann die entsprechende Obergrenze auch nicht mithilfe eines schnelleren Routers durchbrochen werde.

Wie erhöhe ich die WLAN-Reichweite?

Insbesondere in größeren Wohnungen und Häusern kann das Funksignal des WLAN-Netzwerks häufig nicht in der benötigten Qualität in jedes Zimmer dringen. Um die Reichweite zu erhöhen, bieten sich Repeater, Access Points, Powerline und vor allem auch Mesh WLAN an. 

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