Im 18. Jahrhundert erfand John Spilsbury,- ein Kupferstecher und Kartenmacher –
in England das erste Puzzle. Er klebte Landkarten auf Holzbrettchen auf und sägte dann mit einer Laubsäge verschieden große Teile aus (damals noch ohne Zähne), um sie anschließend wieder passend zusammen zu setzen. Seine Idee war, dieses Puzzle als Lehrmittel für den Erdkundeunterricht einsetzen. John Spilsbury war sicherlich der erste Hersteller und Vertreiber von Puzzle und hatte zuletzt 30 Puzzles mit Landkartenmotiv in seinem Angebot.
Im 19. Jahrhundert folgte dann das erste Puzzle mit Zähnen. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Herstellung aufwendig, reine Handarbeit, meist aus importiertem Zedern- oder Mahagoniholz gefertigt und daher auch teuer in der Anschaffung, so dass es damals nur den wohlhabenden Leuten vorbehalten war.
1805 bot eine Firma in Nürnberg erstmals ein 32teiliges Puzzle an. Es war ein zerschnittener Kupferstich auf Holz gezogen. Ab 1945 jedoch begann die Massenproduktion. Das Puzzle war jetzt preiswerter; die allgemeine Bevölkerung konnte es sich nun auch leisten und es wurde mit der Zeit immer populärer und bekannter.
Bei der Herstellung hat sich bis heute einiges geändert: Inzwischen wird das Puzzle aus bunt bedrucktem Karton maschinell ausgestanzt und hat kleine und große Zähne. Waren es zu erst vor allem Kinder und Jugendliche, die sich für das Puzzle-Spiel begeistern konnten, findet es in unserer heutigen Gesellschaft inzwischen auch unter den Erwachsenen viele Freunde. Je nach Schwierigkeitsgrad, den man selber bestimmen kann, bringt es viel Spaß und Entspannung.
Gerade auch für die Kleinen ist ein Puzzle ideal, fördert es doch das abstrakte Denken und trägt zur Entwicklung ihrer ersten Fähigkeiten bei.
Inzwischen bietet der Markt eine Vielzahl von Puzzles an: angefangen von kleinen mit 5 Teilen für Kinder bis hin zu den Riesenpuzzles für Erwachsene; das größte besteht aus über 30.000 Teilen. Und dann gibt es inzwischen noch etwas ganz besonderes, und zwar ein Puzzle ohne Motivvorlage, was noch komplizierter und schwieriger zu legen ist.