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Transformation der Speicherarchitektur – Storage-Trends 2019

Unternehmen weltweit verzeichnen nach wie vor einen exponentiellen Anstieg riesiger Datenmengen. Beim Aufbau der IT-Infrastruktur wird dem Thema Storage teilweise nicht die Bedeutung beigemessen, die es eigentlich verdient. Nicht in jedem Unternehmen sind Kapazitäten für ein strategisches Storage Management vorhanden, das sich gezielt mit zukünftigen Entwicklungen auseinandersetzt. Doch der Erfolg von mittelständischen und großen Unternehmens wird maßgeblich von der richtigen Storage-Strategie beeinflusst. Um einen Vergleich zu ziehen: Sie würden Ihre Geschäftsräume doch auch nicht auf einem nicht tragfähigen Fundament aufbauen wollen, oder? Genauso verhält es sich mit dem Speicher. Der Bedarf an Leistung wächst unablässig, denn neue Anwendungen wie Big-Data-Analytik, Servervirtualisierung und Hochleistungs-Datenbanken erfordern niedrige Latenzen und extreme Speicherleistung. Speicher ist heute Grundlage jedes Geschäftsprozesses und daher spielt die Auswahl des passenden Storage Systems eine maßgebliche Rolle. Welche Storage-Trends zeichnen sich für das Jahr 2019 ab?

All Flash & NVME

Bei All Flash handelt es sich um Datenspeicher, die vorwiegend aus Flash-Speicherbausteinen bestehen und alle wesentlichen Speicherprozesse bewältigen. Schon seit längerem zeichnet sich der Trend ab, dass viele Unternehmen inzwischen zu Flash-Speicher-Lösungen neigen. Warum? Weil diese Speicher extrem hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten bieten und die Preise für Flash Speicher zuletzt stark gesunken sind. Vor allem für Anwendungen mit hohem Workload, wie zum Beispiel Datenreihenanalysen und Künstliche Intelligenz stellt All Flash inzwischen eine durchaus interessante Alternativ für die geschäftliche Nutzung dar.
Non Volatile Memory Express (NVMe) bezeichnet ein besonders leistungsstarkes Festplattenprotokoll, das gerade dabei ist, SATA- und SAS-Protokoll zu verdrängen. NVMe kommt in Speichersystemen, Servern oder Workstations zum Einsatz und erlaubt einen massiven parallelen Zugriff auf die Speichermedien.

Flash Date Center

Flash Datacenter sind Rechenzentren, die vollständig auf Flashspeichersystemen beruhen. „Ein Trend ist das Full Flash Datacenter. Die Zukunft der Storage-Landschaften in Unternehmen ist klar auf Flash-basierte Systeme ausgerichtet. Flash ermöglicht einen deutlich schnelleren Zugriff, eine einfachere Verwaltung und bietet im Gegensatz zu herkömmlichen Storage-Systemen, die auf drehenden Platten beruhen, auch einen erheblichen Kostenvorteil“ so Andre Braun, Director Dell Storage Germany

Hybrid Storage

Bei Hybrid Storage Systemen kommen unterschiedliche Speichertypen zum Einsatz. Eine Kombination aus Flash- und Festplattenspeicher ermöglicht es zum einen kostengünstig die benötigte Speicherkapazität zu decken, zum anderen können die hohe Workload anspruchsvoller Anwendungen bewältigt werden.

Data Reduction

Die Datenmengen explodieren, da scheint es nur logisch, Wege und Mittel zu finden, um diese zu reduzieren. Datenreduzierung ist ein Prozess, bei dem die zum Speichern von Daten erforderliche Kapazität reduziert wird. Datenreduzierung kann die Speichereffizienz erhöhen und Kosten senken. Die Datenreduktion kann auf verschiedene Weise erfolgen. Die Haupttypen sind Datendeduplizierung, Komprimierung und Einzelinstanzspeicherung. Die Deduplizierung von Daten eliminiert redundante Datensegmente auf Speichersystemen. Vor allem bei gemeinsam genutzten Daten, bei denen derselbe Inhalt auf mehreren Datenträgern gleichzeitig gespeichert ist, wie zum Beispiel E-Mail-Anhänge, bestehen große Einsparpotenziale. Bei der Reduzierung unnötiger Daten kommt auch zunehmend Software mit künstlicher Intelligenz eine Bedeutung zu.

Cloud-Speicher

Die Akzeptanz von Cloud-Speicher-Lösungen nimmt weiterhin deutlich zu: laut einer repräsentativen Befragung von Bitkom aus dem Jahr 2018 nehmen 3 von 10 Unternehmen Cloud-Speicher-Lösungen zertifizierter Rechenzentren in Anspruch – Tendenz steigend. Weiterhin planen zehn Prozent der Unternehmen die Auslagerung von Daten in die Cloud, 28 Prozent erörtern die Möglichkeit. Der Studie zufolge ist bei großen Unternehmern der Bedarf besonders hoch. Über die Hälfte aller Firmen mit 500 Mitarbeitern und mehr setzen auf die Cloud. Mit einem Cloud-Hosting-Dienstleister können Unternehmen ständig anfallende Investitionen in neue Systeme verringern in kompetente Hände geben. Das spart nicht nur Zeit und Kosten, sondern ist auch sicherer und macht Kapazitäten in der eignen IT-Abteilung für die Betreuung eigener Anwendungen frei“, sagt Jürgen Biffar, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzbereichs ECM im Bitkom.

Public Cloud oder Private Cloud?

Der Unterschied zwischen Public un Private Cloud liegt in der Bereitstellung und dem Speicherort der Daten. Bei der Public Cloud bietet ein Provider Dienste an. Er ist auch für die komplette technische Infrastruktur zuständig. Aus Gründen von Datenschutz- und Sicherheit ziehen es immer noch viele Unternehmen vor. Hybrid Cloud stellt einer Mischform dieser beiden Ansätze dar. Dabei werden kritische Daten vorzugsweise auf eigenen Speichern gesichert, wohingegen weniger kritische Anwendungen über die öffentliche Cloud laufe.

Nordische Länder – der perfekte Standort für Rechenzentren?

Wie bei der Stahlstandort eines neuen Unternehmenssitzes kann auch bei der Auswahl des Cloudspeichers eine Standortanalyse Kosteneinsparpotenziale aufdecken. Die nordischen Regionen Europas gelten als besonders attraktiver Standort und haben in den letzten Jahre bei der Ansiedlung von Data Centern massiv aufholen können. Länder wie Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden verfügen über eine gut ausgebaute Infrastruktur an regenerativen Energien, bieten das optimale Klima für Rechenzentren, günstige Grundstück und hohe politische Stabilität. Bekannte Firmen wie beispielsweise Facebook haben in den letzten Jahren Rechenzentren in nordischen Ländern eröffnet.


So soll das weltgrößte Rechenzentrum von Kolos in Schweden aussehen. Bild: Kolos

Big Data Analytics 

Der Einfluss von Datenanalysten nimmt weiterhin zunehmend Einfluss auf Storage-Lösungen. Immer mehr Unternehmen bilden Datenpools und unterziehen diese umfangreichen Datenanalysen, um hieraus geschäftsrelevante Informationen zu generieren. Analytics-Anwendungen fordern eine hohe Performance mit entsprechend schnellen Speichern. Das führt zwangsläufig dazu, dass die Relevanz hochperformanter Storage-Systeme, die möglichst viele Vorgänge parallel verarbeiten und diese schnell abschließen können, weiter ansteigen wird.

Data Management

Unternehmensdaten sind eine wertvolle Ressource, die sich durch ein gezieltes Management optimieren lassen. Der Wert ihrer Daten hängt stark davon ab, wie Sie mit ihnen umgehen. Zu den grundlegenden Themen des Datenmanagements zählen Datenzugriff, Datenqualität, Datenintegration, Data Federation und Data Governance. Können alle Ihre Mitarbeiter einfach auf Daten zugreifen, lassen sie leicht integriert und bereitgestellt werden? Haben Sie einen Überblick, über die Daten im Unternehmen, die Ihre Mitarbeiter nutzen? Durch den Einsatz einer Daten-Management-Software

Software Defined Storage

Software Defined Storage (SDS) steht für ein Speichersystem, das Hardware und Software völlig voneinander entkoppelt. Das bietet den Vorteil, dass die separat erhältliche Software für den Speichercontroller auf vorhanden Servern implementiert werden kann. Das ermöglicht den Aufbau und die Erweiterung individuell anpassbarer Speichersysteme. Damit lässt sich eine Enterprise-Funktionalität auf Standard-Hardware schaffen. Hierdurch können auch Geräte mit neuer Technologie besser in bestehende Systeme eingebunden werden, zum Beispiel bei der Integration von Flash-Speichersystemen. Software Defined Storage spielt deshalb vor allem bei der Modernisierung der Speicherinfrastruktur eine wesentliche Rolle und bietet Unternehmen bessere Skalierbarkeit.

Automatisierung von Speicherprozessen

Gut bezahlte IT-Fachkräfte müssen einen großen Teil ihrer Arbeitszeit aufwenden, um im operativen Tagesgeschäft Probleme zu lösen. Für innovative Entwicklungsarbeit, die das Unternehmen wirklich vorantreiben würde, bleibt dabei häufig nur wenig Zeit. Moderne Storage-Lösungen können diesen Wartungs- und Verwaltungsaufwand drastisch minimieren. Aktuelle Flash-Lösungen sind automatisierbar, sodass Eingriffe nur in Ausnahmefällen erforderlich sind. Die Arbeitserleichterung beginnt bei der schnellen Installation moderner Flash-Arrays und erstreckt sich über die gesamte Nutzungsdauer. Wenn eine Anwendung beispielsweise an die Grenzen der ihr zur Verfügung gestellten Ressourcen stößt, generiert sich automatisch eine neue virtuelle Maschine (VM) und wird dieser Anwendung zugeordnet. Wird die hohe Leistung dann nicht mehr benötigt, wird die VM heruntergefahren und es steht damit wieder Rechenleistung für anderweitige Anwendungen bereit. Falls die eigenen Ressourcen an ihre Grenzen stoßen, wird einfach die Public Cloud angezapft.

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