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Top-Smartphones 2019

Die Qual der Wahl im Bereich Smartphone-Flaggschiff geht nun im Jahre 2019 in die nächste Runde. Samsung Galaxy S10, Apple iPhone XS oder eventuell doch Huawei P30 Pro?

Letztes Jahr wackelte das Podium der Koreanischen Firma Samsung, denn das Samsung Galaxy S9 musste sich 2018 den ersten Platz mit dem Huawei P20 Pro teilen. Beide erhielten im Test der Computer Bild die bis dato beste Note von 1,8. Doch mit dem Samsung Galaxy S10 erkämpft sich Samsung wieder den unumstrittenen ersten Platz und erhält mit dem S10 eine Note von sogar 1,6. Die nächste Smartphone-Generation steht mit dem Samsung Galaxy Fold auch bereits in den Startlöchern.

Samsung Galaxy S10 (Plus):

Samsung Galaxy S10

Loch im Display?

Die Koreaner bohren ein kleines Loch rechts oben ins Display, durch das die Frontkamera hindurch fotografiert. Im Vergleich zu Apples „Notch“, welches beim iPhone X einen vergleichsweise riesigen Bereich einnahm, die neue Fläche nimmt also nicht so viel Bildschirmplatz weg. Nur bei der Vollbilddarstellung sprich bei Bildern oder beim Schauen eines Films fällt es etwas auf. Nach kurzer Zeit stört das Loch aber kaum noch. Die einzige unerfreuliche Sache ist, dass die Darstellung einiger Apps noch nicht angepasst wurde, entweder weil die Entwickler ihre Apps noch nicht modifiziert haben, oder weil Sie nicht wollen, dass Funktionen durch das Loch gestört werden.

Samsungs neuer „Notch“ mitten im Display

Das Display ist Rekordverdächtig

Farbtreue, Kontrastwerte, geringe Reflexion, geringste Blickwinkelabgänge sowohl bei Farben als auch bei Helligkeit. Displaymate zeichnete das S10 mit der bislang besten Wertung eines Smartphone-Displays aus. Mit einem extrem starken Messwert von 966 Candela pro Quadratmeter legt Samsung sogar noch eine Schippe auf den Vorgänger (S9, welches mit 918 Cd/m² an den Start ging). So liegt es mit 97,7 Prozent praktisch exakt auf dem Niveau des bisher dominierendem iPhone XS. Das Samsung Galaxy S10 Plus liegt bei einer Helligkeitsdichte von 999,6 Cd./m², somit ist es noch besser als das standardmäßige S10.

Samsungs OLED-Display

Netflix oder Amazon Prime in HDR, aber mit Balken?

Film-Streaming-Apps wie Netflix oder Amazon Prime nutzen derzeit nicht den ganzen Bildschirm. Die Filme bzw. Serien auf diesen Plattformen werden in 21:9 ausgegeben, das hat zur Folge, dass an allen 4 Rändern ein kleiner schwarzer Rand entsteht. Vorteil: Das Display-Loch ist so nicht sichtbar, da es von dem schwarzen Balken bedeckt wird. Dennoch wäre eine Vollbildfunktion wünschenswert, da der ein oder andere Nutzer das Display-Loch bestimmt in Kauf nehmen würde, wenn dieser im Gegenzug eine insgesamt größere Darstellung erhielte. Netflix hat aber immerhin zum 1. März 2019 alle S10 Modelle für die Wiedergabe von HDR und HD-Inhalten freigeschaltet. Das Gerät unterstützt die gängigen HDR10-Standards jedoch ohne Helligkeitsanpassung mit Dolby Vision oder HDR10+, trotzdem zeigt das S10 auf seinem OLED-Display alle Filme mit beeindruckendem Kontrast und tollen Farben.

Ist das S10 in Europa langsamer?

In Europa arbeitet das Samsung Galaxy S10 mit dem neusten Chip des Herstellers, der Exynos 9820, dieser wurde in einem 8-Nanometerverfahren gefertigt. Dieser beeindruckt in Benchmark-Tests als auch im Praxis-Test mit enormer Geschwindigkeiten. In den USA aber bspw. wird ein anderer Chip eingesetzt. Der Qualcom Snapdragon-855, welcher außerhalb Europas eingesetzt wird, ist mit einem noch etwas stromsparenderem 7-Nanometerverfahren angefertigt. In einem Test zeigte sich das der Snapdragon 855 CPU in wichtigen Benchmarkprogrammen, bis zu 10 Prozent schneller ist, als der bisher stärkste Exynos. Ob der Unterschied auch im Alltag bemerkbar ist, bleibt noch offen, genau so wie die Frage warum die Koreaner den schnelleren CPU nicht auch in europäischen Geräten verwende. Es bleibt auch unklar, ob Samsung die US Geräte und deren CPUs drosselt.

Samsung Exynos 9820

Wie sicher ist die Gesichtserkennung?

Und gibt es den Iris-Scanner noch? Diesen hat Samsung gestrichen – zwar erlaubt der Scanner eine relativ sichere Erkennung des Users, funktioniert jedoch nicht immer reibungslos – außerdem würde er nicht in das kleine Loch des „Notch“ passen. Deswegen gibt es nur noch eine Gesichtserkennung per Frontkamera, welche sehr schnell und zuverlässig funktioniert, solange man nicht die Brille absetzt oder sich Hals über Kopf den Vollbart abrasiert. Sehr sicher ist diese jedoch nicht, das gibt sogar Samsung zu.

Fingerabdruck nun unterm Display?

Den Fingerabdrucksensor, gibt es ja bereits seit mehreren Jahren, jedoch ist nun der Fingerabdruck unsichtbar und unter dem Display versteckt. Erst beim Entsperren des Geräts, zeigt ein kleines Logo, wo sich der Fingerabdruck versteckt. Das kennt man auch bereits von Huawei oder OnePlus, doch Samsungs Technik ist grundlegend anders: Der Sensor arbeitet mit Ultraschall. Ein Vorteil: Der Sensor funktioniert auch mit feuchten Fingern. In einem Test gelang es sogar Experten das Gerät unter einem Wasserhahn zu entsperren. Auch so funktioniert das Entsperren per Fingerabdruck reibungslos, nach dem man ein bisschen ein Gespür dafür bekommen hat. Laut Samsung ist die Ultraschallmethode zudem sicher. Das gilt aber nicht für alle Methoden zum Entsperren.

Touch-ID nun unter dem Display

3 Kameras sind verbaut!

Für viele Nutzer wird das aufregendste neue Feature das neue Triple-Kamera-Ensemble sein, die wichtigste Neuerung des S10. Anders als in den Vorjahren gibt es bei den Kameras auf der Rückseite keinen Unterschied zwischen dem normalen Galaxy S10 und dem Galaxy S10+. Das S10 trägt auf der Rückseite drei Kameras direkt nebeneinander: darunter eine normale Kamera mit dem bei Smartphones üblichem leichten Weitwinkel (77 Grad Blickwinkel dank 26 mm umgerechneter Brennweite, 12 MP, variable Blende bis f/1.5), zusätzlich eine Telekamera mit zweifachem optischem Zoom (45 Grad Blickwinkel dank 52 mm Brennweite, 12 MP, Blende f/2.4) und erstmals in der S-Klasse auch eine Super-Weitwinkel-Kamera (Blickwinkel 123 Grad dank 13 mm Brennweite, 16 MP, Blende f/2.2). Alles in allem kann gesagt sein, dass das S10 insgesamt einen Brennweitenbereich von 13 bis 52 mm ab, mit einem ähnlichen Abbildungsbereich wie bei einer Kamera mit Vierfachzoom-Objektiv.

Im Gegensatz dazu muss das Einsteigermodell Galaxy S10e mit zwei Kameras auf der Rückseite auskommen. Die Bilder machten in Tests von Experten einen sehr guten Eindruck.

Bis zu 6 Kameras sind im S10 verbaut

Künstliche Intelligenz in der Kamera

Andere Hersteller setzten schon seit längerem auf eine KI in der Kamera, bspw. Huawei. Auch Samsung setzt beim S10 auf intelligente Szenenerkennung, zwar nutzte der Hersteller diese Technik bereits beim Note 9, jedoch ist nun die KI deutlich mächtiger. Sie ist in der Lage in die Belichtungseinstellungen einzugreifen und erkennt nun mehr Szenen. Erstmals bietet Samsung auch einen Nachtsichtmodus an, der im Dunkeln bei Freihand-Aufnahmen sieben Bilder infolge schießt und so mehr Licht zusammenfasst. Allerdings kann man diesen nicht manuell aktivieren, er wird nur automatisch aktiviert, wenn der Szenenoptimierer in der Kamera-App aktiv ist und das Gerät in einer sehr dunklen Umgebung genutzt wird.

Samsung integriert eine KI in die Kamera

WLAN-ax beim S10 integriert

Das Galaxy S10 ist das erste Smartphone auf dem Markt, welches den neuen WLAN-Standart 802.11ax. Es gibt zwar bisher kaum Router auf dem Markt, welche das WIFI-6 unterstützen, doch in einem Praxistest mit einem ax-Router von ASUS erreichte das Gerät im Nahbereich eine etwa 50 prozentige höhere Datenrate (nominell bis 1200 Mb/s, tatsächlich sind aber nur knapp 700 Mb/s nutzbar).

Akkulaufzeit

Das S10 geht mit 3400 mAh an den Start, das sind rund 11 % Steigerung im Vergleich zum Vorgänger. Auch die 8 Nanometer Fertigungsweise des CPUs spielt hier eine ausschlaggebende Rolle. Denn so ist dieser nicht nur schneller, sondern spart auch gleichzeitig mehr Energie bei gleicher Leistung. Alle Galaxy S10 Modelle schneiden sehr gut in den meisten Akkutests ab, außerdem sind diese mit Wirless Powersharing ausgestattet. Das bedeutet, dass die Rückseite der Smartphones mit einer induktiven Ladeschale ausgestattet sind, so kann man eben auch mal einem Freund mit bspw. einem iPhone 8 Strom spendieren oder draußen mal eben seine Galaxy Watch aufladen, ohne mehrere Netzteile herumschleppen zu müssen.

Preis und Release

Das S10 gibt es anders als die Plus Version nur mit Glasrückseite, welche in 4 Farben erhältlich ist: Weiß, Schwarz, Blau, Grün. Jedes Gerät kommt mit Dual-SIM-Hybrid Funktion auf den Markt. Zwei Speichervarianten sind für das S10 vorgesehen: Eine Version mit 128 GB internem Speicher und 6 GB RAM für unter 899 €. Die zweite Version mit 512 GB internem Speicher und 8 GB RAM geht mit stolzen 1.149 € in die Ladenregale. Der Verkaufsstart ist für den 8. März 2019 angesetzt. Vorbesteller erhalten die neuen Galaxy Buds Gratis dazu.

iPhone XS:

Apple iPhone XS

Apple brach mit dem iPhone X seine Designtradition und brachte ein komplett überarbeitetes Gerät auf den Markt. Nun hatten die Apple Fans über ein Jahr zeit sich an das Design, die Gestensteuerung und den Notch im Display zu gewöhnen. Nun sind auch die Nachfolger des iPhone X erschienen das iPhone XS zusammen mit seinem großen Bruder dem iPhone XS Max. Das Mittelklasse-Smartphone iPhone XR wird bei dieser Untersuch nicht berücksichtigt. Vom aussehen hat sich das iPhone XS im Gegensatz zum iPhone X wirklich gar nicht verändert – inklusive auffälligem Notch. Nur das Innenleben wurde überarbeitet, zu den wesentlichen Neuerungen zählt vor allem der neue A12-Bionic-Prozessor, die Kamera und die Dual-SIM-Funktion. Die einzige Design-Neuheit des iPhone XS ist, dass es neben den Farben Space Grau und Silber nun auch die Farbe Gold gibt.

Das iPhone XS hat genau wie beim iPhone X ein fast rahmenloses Display ohne physischen Homebutton. Es besitzt 5,8 Zoll (14,73 Zentimeter) und entspricht somit der Größe des Vorgängers. Die Verarbeitung ist sehr akribisch und von sehr hoher Qualität, das Zusammenspiel aus Glas und hochglanzpoliertem Metall sieht sehr schick aus, ist aber ein Magnet für Fingerabdrücke. Genau wie das iPhone X ist das XS wasserdicht. In der neuen Version ist es mit dem Standard IP68 zertifiziert und kann bis zu 2 Metern Wassertiefe bis zu 30 Minuten tauchen.

Starkes OLED-Display

Vieles bleibt beim alten bei den Displays, Apple verwendet ein OLED Display mit einer Auflösung von 2.436 x 1.125 Pixel. Ordentlich scharf ist das Display auf jeden Fall, da es eine Pixeldichte von 458 PPI besitzt. Auch die Helligkeit ist völlig ausreichend denn mit 673 cd/m² ist es stark genug das es auch draußen in direktem Sonnenlicht keine störenden Spiegelungen gibt. Wir Empfehlen die Einstellung „True Tone“, über die auch schon das iPhone 8 verfügt. Diese Funktion passt das Licht des Displays an die Umgebungsbeleuchtung an. Die Farbdarstellung sieht auf dem XS sehr natürlich aus, sie stellen 100 % des DCI-P3-Farbraums dar. Im Vergleich zum Vorgänger bietet das XS auch eine verbesserte Wiedergabe von HDR-Videos über Netflix bzw. Amazon Prime.

iPhone XS auch mit beeindruckendem Display

Keine Touch-ID, sondern Face-ID

Der Bildschirm der XS-Modelle nimmt wie beim Vorgänger fast die ganze Vorderseite des Geräts ein, dicke Rahmen gibt es also nicht. Die Notch am oberen Rand des Geräts beinhaltet die Frontkamera und viele Sensoren, welche für die Gesichtserkennung benötigt werden. Eine Touch ID sucht man vergeblich, auch ist der physische Homebutton nicht mehr an Board und natürlich bringt Apple auch nicht mehr die 3,5 mm Buchse zurück. Die FaceID-Bestätigung läuft im Vergleich zum X-Modell nun deutlich schneller. Sobald man das Gerät aus der Tasche holt oder es von einem Tisch aufhebt, beginnt es bereits zu Scannen. Der einzige Nachteil: Man kann das Handy nicht gemütlich im Liegen entsperren. Im Gegensatz zu anderen Herstellern wie Huawei oder Samsung, welche in Zukunft auf Touch ID innerhalb des Displays setzten wollen, kündigt Apple an weiterhin auf der FaceID zu bleiben.

Die Akkulaufzeit

Mit einer Kapazität von 2.658 mAh soll das Gerät laut Hersteller 40 Minuten länger überleben als der Vorgänger. Wie sich jedoch zeigte, war dies ein leeres Versprechen. Denn die Akkulaufzeit bei gleichen Bedingungen unterscheidet sich so gut wie gar nicht von der X-Reihe. Das iPhone 8 Plus hat sogar 2 Stunden länger gehalten. Vermutlich liegt das nicht am Display o. ä., sondern am neuen A12-Bionic-Prozessor von Apple, welcher die Akkulaufzeit massiv einschränkt.

Die Ladezeiten des XS liegt bei 3 Stunden, was sehr lang ist. Das liegt wahrscheinlich am Netzteil, was sich im Lieferumfang befindet, dieses ist mit 5 Volt und 1 Ampere viel zu schwach für die Schnellladefunktion. Auch bei neuen Modellen von Apple, welche ebenfalls über eine Schnellladetechnik verfügen, wird das gleiche Netzteil mit geliefert. Apple bietet zwar ein passendes Ladekabel an, verlangt aber stolze 59 Euro pro Kabel. Die neuen iPhones können kabellos geladen werden, laut Apple wurde die induktive Ladespule verbessert. Bereits letztes Jahr stellte Apple die kabellose Ladetechnik namens AirPower vor, leider ist diese noch nicht erhältlich und lässt vermutlich auch noch eine Weile auf sich warten.

A12-Bionic-Prozessor

Neue Maßstäbe in Sachen Performance setzt Apple mit dem neuen A12 CPU. Die Kombination aus einem auf 4 GByte aufgestockten Arbeitsspeicher und dem neuen CPU sorgt für eine extrem flüssige und schnelle Performance. Es handelt sich um den ersten verbauten Prozessor gefertigt in einem 7 NM-Verfahren. Huawais hauseigener CPU „Kirin 980“ wird ebenfalls in diesem Verfahren gefertigt. Qualcomm kann da mit seinen Snapdragons noch nicht mithalten.

Die einzelnen Kerne des Prozessors sind Apple zufolge bis zu 15 % schneller und arbeiten dabei 40 bis 50 % effizienter. Apple verbaut außerdem einen zusätzlichen Chip genannt Neural-Engine, welcher für die KI und maschinelles Lernen auf dem Gerät zuständig ist. Gerade bei Gamern sollte der neue Prozessor gut ankommen, denn auch die komplexesten 3D Games laufen ohne Performance Einbrüche, besser als jedes Android Handy.

A12 Bionic Prozessor

Was ist mit dem Betriebssystem?

Natürlich muss man sich an die Gestensteuerung erstmal gewöhnen und das iOS 12 sieht eigentlich auch erstmal so aus wie bereits gehabt. Den Homescreen erreicht man weiterhin mit einem Finger Wischen von unten nach oben. Zwischen den letzten Apps wechseln funktioniert mit der gleichen Wischbewegung, allerdings hält man dafür den Finger etwas länger in die Mitte des Screens. Alternativ ist es auch möglich zunächst nach oben und dann nach rechts zu wischen. Und genau da bringt iOS 12 eine praktische Neuerung für das Schließen von Apps: Bei der X-Reihe mussten die Anwendungen dafür lange im Task Switcher angetippt werden. Ab iOS genügt es, die App nach oben „wegzuwischen“. Ab iOS 12 kann sich die Face ID zwei Gesichter merken. So ist es möglich das zwei Leute das iPhone entsperren. Außerdem ist nun auch möglich ein Gesicht mit Brille und einen ohne Brille zu hinterlegen.

Natürlich gibt es des weiteren auch zahlreiche Performance-Verbesserungen, individuelle und neue Animoji, Kameraeffekte, erweiterte Argumented-Reality-Möglichkeiten, eine Statistik der Nutzungszeit und mehr Kontrolle über Push-Nachrichten.

Dual-Kamera

Auf der Rückseite des neuen iPhones befindet sich eine Dual-Kamera, welche auf den ersten blick keine großen Unterschiede zum Vorgänger zeigt. Wie gehabt handelt es sich um eine Kombination aus Weitwinkel- und Teleobjektiv mit f/1.8- beziehungsweise f/2.4-Blende, welche zum einen Tiefeninformationen aufnehmen kann und zum anderen einen zweifachen optischen Zoom ermöglicht. Auch der optische Stabilisator für weniger Verwackelte Aufnahmen ist wieder mit an Board. Videos können Sie in 4K drehen, der HDR-Modus wird zusätzlich von Stabilisatoren unterstützt. Die Auflösung der Kamera bleibt nach wie vor bei starken 12 Megapixeln. Trotzdem verspricht Apple beim iPhone XS bessere Fotos: Vermutlich, weil das XS über einen neuen lichtempfindlicheren Sensor mit größeren und tieferen Bildpunkten verfügt. Zudem ist auf dem A12-Prozessor ein zusätzlicher Bildprozessor verbaut, so kommen detailreichere Porträts und Fotos auch bei schlechten Lichtverhältnissen zustande. Apple spielt im Bezug auf die Kamera ganz vorne mit. Zwar gibt es wie beim iPhone X noch ab und zu Bildrauschen was aber so minimal ist, dass es so gut wie nicht auffällt. Auch Texte und feine Details werden sehr akribisch nachgeschärft.

Apples Dual-Kamera

iPhone jetzt mit Dual-SIM?

Der neue CPU und die überarbeitet Kamera sind zwei der drei großen Neuerungen. Die dritte Neuerung ist eigentlich keine Neuerung in dem Sinne, denn Android-Nutzer kennen diese Funktion schon seit langer Zeit: Dual-SIM. Apple geht bei der XS-Reihe nun endlich auch den Dual-SIM Weg und bietet nun einen Slot für eine physische Nano-SIM und eine eingebettete eSIM. Die eingebettete SIM muss vom Provider unterstützt werden, nach aktuellstem Stand sind das momentan die Telekom, O2 und Vodafone. Günstige Discount Anbieter wie bspw. Aldi Talk, haben die eSIM noch nicht im Angebot. Die Dual-SIM Funktion ist seit iOS 12.1 nutzbar, nun bleibt abzuwarten, ob es Apple schafft, die eSIM schnell und weitläufig zu verbreiten.

Huawei P30 Pro (Gerüchte)

Am 26. März will Huawei die neuen Flaggschiff-Geräte P30 und P30 Pro vorstellen. Nun wurden Bilder der beiden Top-Geräte geleakt, welche uns etwas über das Design der Smartphones verraten. Zwar stellte der Hersteller auf dem Mobile Word Congress sein neues Falt-Smartphone Huawei Mate X vor, mit Informationen zum P30 und zum P30 Pro hielt man sicher aber noch zurück. Trotzdem gab es Leaks und Bilder sind aufgetaucht, denn der sehr gut Informierte „Roland Quandt“ vom Magazin Winfuture offenbarte die ersten offiziellen Bilder mit dem finalen Design. Bei den geleakten Bildern, handelt es sich jedoch um die Version ohne 5G-Modem – die Variante mit extra schnellem Internet war zwar angekündigt worden, wird aber wohl erst deutlich später erscheinen. Aber auch ohne 5G-Modem bietet das Gerät eine Menge neuer spannender Details.

Huawei P30 geleakt von Roland Quandt

Kamera-Setup gut erkennbar

Vor allem über die Kamera gibt es hier einiges zu berichten: Huawei wird, im Gegensatz zum S10 auf eine Triple-Kamera mit hoher Auflösung setzen. Unter anderem ist eine Zoom-Kamera integriert, welche dank Teleoptik in der Lage sein wird, einen 10-Fachen Zoom darstellen zu können. Auch auf ein Periskop-Objektiv wird spekuliert, welche zur besseren Darstellung von schlechten Lichtverhältnissen dient. Der auf den Bilder abgedruckte Leica Schriftzug gibt auch Aufschluss über die genutzte Brennweite: So wie es aussieht, wird Huawei auf eine Blendengröße zwischen f/1.6 und f/3.4 setzten. Auch die bereits bekannte Time-of-Flight Kamera vom Honor View 20 kommt wohl auch im P30 Pro zum Einsatz.

Zur Kamera im normalen P30 gibt es hingegen so gut wie gar keine Informationen. Experten gehen aber davon aus, dass eine Triple-Cam ähnlich wie der des Mate 20 Pro zum Einsatz kommen könnte. Diese Spekulation beruht auf der Blendengröße, die die Integration von normalen, Tele-, Weitwinkel- und Ultraweitwinkelkameras nahelegt. Für beste Lichtdarstellung gibt es außerdem einen Autofokus, welcher mit Lasertechnik arbeitet und einen Dual-LED-Blitz.

Das Design ist wenig überraschend

Beim Display und Design wird es wohl wenige Überraschungen geben, der bereits bekannte Metallrahmen und das von Huawei übliche farbenfrohe Design wird wohl auch beim P30 zum Einsatz kommen. Was besonders ungewöhnlich erscheint ist, dass die Ränder unten und oben am Gerät. So könnten die Smartphones theoretisch auch senkrecht auf dem Boden stehen.

Das Display des P30 (Pro) wird früheren Leaks zu Folge wohl etwas kleiner sein als das Mate 20 Pro mit seinen 6,4 Zoll (ca. 16 cm). Deutlich zu erkennen ist auch der Waterdrop-Notch am oberen Displayrand. Aber eine überraschende Sache verraten uns die Bilder trotzdem noch, offenbar setzt Huawei auf einen klassischen Kopfhöreranschluss – die Premium Variante des P30 (Pro) jedoch nicht. Bei der CPU wird mit dem Kirin 980 Octa-Core gerechnet, was zu erwarten war, denn dieser war auch im Mate 20 Pro verbaut. Das Betriebssystem wird natürlich Android 9.0 Pie sein. Das P30 kommt mit 6 oder 8 GB RAM sowie 1256 GB interner Speicher. Beim Akku wird mit einer klassischen 4000 mAh Batterie gerechnet. Spätestens am 26. März wissen wir mehr über das neue Huawei Flaggschiff.

Xiaomi Mi 9

Ab Ende März ist das Xiaomi Mi 9 auf dem deutschen Markt inoffiziell erhältlich. Mit dem neuen Flaggschiff muss man kaum Kompromisse eingehen und der Preis in Deutschland startet schon bei relativ billigen 450 €. Im Vergleich zu anderen Herstellern, wo die Flaggschiffe gut und gerne mal mehr als das doppelte kosten. Durch den Snapdragon 855 ist das Mi 9 eines der schnellsten Smartphones der Welt. Genau wie beim Huawei P30 ist deine Triple-Kamera mit an Board, was den druck auf Samsung und Apple ordentlich erhöht. Auch Komfortfeatures wie Qi Wireless Charging und eine Touch-ID im Display haben den Weg ins neue Flaggschiff gefunden.

Xiaomi Mi 9 in farbenfrohem Design

Design und Verarbeitung

Das Xiaomi Mi 9 bringt 174 g auf die Waage und liegt mit Abmessungen von 157,5 x 75 x 8,2 mm richtig gut in der Hand. Das liegt auch nicht zuletzt an der stark abgerundeten Rückseite aus Glas. Leider steht die Triple-Kamera 1,5 mm aus der Rückseite hervor und ohne Hülle liegt das Mi 9 dadurch wackelig auf dem Tisch, das hätte Xiaomi auf jeden Fall effizienter lösen können. Zum Schutz der Linse allerdings verwendet Xiaomi ein extrem kratzresistentes Saphir Glas. Durch die Glasrückseite sollte das Gerät nicht ohne Hülle verwendet werden, zu dem ist es ein sehr rutschiges Smartphone. Geringe Display Ränder und eine kleine Notch gehören 2019 natürlich zum Pflichtprogramm, leider enttäuscht das Xiaomi Mi 9 in diesen Punkten. Denn mit 4 mm unter, 3 mm über und 2,5 mm links und rechts zum Display sind die Ränder noch relativ groß. Die Waterdrop-Notch beinhaltet im Gegensatz zu bspw. Samsung nur die Frontkamera.

Kamera mit 1,5 mm überstand

An der unteren Seite des Smartphones findet sich ein USB-Type C Anschluss neben dem Lautsprecher und Mikrofon. Power-Button und Lautstärkeregler finden im Metallrahmen recht ihren Platz. Auch ein extra Button für den Google Assistent ist mit an Board und findet sich an der linken Seite des Metallrahmens direkt unter dem SIM-Karteneinschub. Alle Buttons bestehen aus Aluminium und haben einen perfekt gewählten Druckpunkt. Das Design an sich wirkt sehr clean, ohne unnötigen Schnickschnack. Nur das Farbdesign ist wirklich besonders, denn das was Xiaomi als „Piano Schwarz“ bezeichnet wirkt eher grau. Die zwei anderen Farben: „Ozean Blau“ und „Lavendel Lila“ zeichnen sich durch Regenbogen-Farbverläufe mit Huaweis Twilight Farbe als Vorbild aus.

Entsperrt wird das Xiaomi Mi 9 wahlweise mit der Face Unlock oder der Touch ID im Display. Beide Methoden sind blitzschnell und funktionieren innerhalb von 0,5 Sekunden auf dem Home-Screen. Da der Face-Unlock nur über die Frontkamera realisiert wird, ist dieser nicht so sicher wie der Fingerabdrucksensor. Allerdings ist Face Unlock in Deutschland nicht verfügbar – hierzu müsste die Region z.B. auf Indien geändert werden.

Bei der Steuerung des Smartphones hat man die Wahl zwischen Xiaomis Full-Screen-Gesten und den klassischen On-Screen Buttons. Die Chinesen denken sogar an eine kleine Benachrichtigungs-LED und lokalisiert diese oben rechts oberhalb des Displays. Seit fast einem Jahr muss man auf den 3,5 mm klinken Stecker verzichten, man kann allerdings per USB-Type C Connector mit dem mitgelieferten Adapter trotzdem Musik hören. Der Lautsprecher ist nicht so außergewöhnlich und wird auch nicht durch die Ohrmuschel unterstützt. Das Mi 9 hat also nur einen Mono-Sound. Trotzdem ist die Qualität und die Lautstärke ausreichend für ein Flaggschiff.

Zusammenfassung:
Das Mi 9 hat ähnliche Nachteile wie jedes andere derzeitige Glas-Smartphone. Da es sehr rutschig ist, empfehlen wir auf jeden Fall eine Hülle für das Gerät, das gleicht dann auch gleich die zu weit abstehende Kamera aus. Die Waterdrop-Notch und das schmale Kinn verleihen dem Mi 9 einen modernen Look. Zwar sind die Display Ränder sehr dick und damit ist das Mi 9 nicht der Branchenprimus, dass muss es aber bei einem Preis von 450 Euro gar nicht sein. Alles in allem kann man sagen das Mi 9 ist ein sehr schönes Smartphone und die Verarbeitung und Umsetzung der Ziele ist Xiaomi großteils gelungen.

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