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Back to the 90s: die Technik-Highlights der Neunziger

Die Neunziger waren ein verrücktes Jahrzehnt. Sie brachten bahnbrechende Technik-Revolution wie das Internet, massentaugliche Heimcomputer oder Handy hervor. Tauchen Sie mit uns ab in die spannende Technik-Welt der Neunziger und schwelgen Sie mit uns in Nostalgie.

Der Computer erobert die Privathaushalte

Anfang der Neunziger hält der Computer langsam aber sicher auch Einzug in die privaten vier Wände – der Siegeszug der Heimcomputer begann. Mit den Notebooks wurden Computer auf einmal „richtig mobil“ – obwohl diese immer noch mehrere Kilos auf die Waage brachten. Daneben entwickelte sich mit den PDAs eine weitere, mobile Geräteklasse.

Technik-Highlights der Neunziger

Wikipedia, User: Mfatic

Technik-Highlights der Neunziger

Wikipedia, microsoft

Technik-Highlights der Neunziger

Wikipedia, Jacob Farnsworth

Wikipedia, Ypy31

Mit der innovativen Grafikoberfläche von Windows 95 wurde die Bedienung des PCs stark vereinfacht – kein Vergleich zur umständlichen Eingabeaufforderung von MS-DOS. Dennoch kostete Windows 95 viele den letzten Nerv – Abstürze, Blue Screen und verlorene Arbeit prägten das Arbeiten mit diesem System. Der Nachfolger Windows 98 machte es da schon besser und brachte einige Verbesserungen in Sachen Systemstabilität. Abstürze gehörten allerdings auch hier zum Arbeitsalltag.

Speichertechnik – die gute alte Diskette muss der CD weichen

Anfang der Neunziger war sie noch das Speichermedium der ersten Wahl: die gute alte Diskette. 1,44 Megabyte an Daten konnte die Floppy Disk zu dieser Zeit speichern  – hier würde heute nicht einmal ein einziges Smartphone-Foto oder ein Song Platz finden. Deshalb wurde die Diskette schon bald nach und nach von der CD abgelöst. Im Gegensatz zur Diskette funktioniert die CD optisch. Zudem verfügte sie über eine rund 450-fach höhere Speicherkapazität.

Technik-Highlights der Neunziger

 

1992 wurde die CD als Datenträger der breiten Masse zugänglich und auch die ersten CD-Brenner zum Beschreiben von CDs etablierten sich schnell. Mit Preisen von bis zu 22.000 D-Mark blieben diese dem Privatnutzer aber zuerst noch vorenthalten. Erst gegen Ende der Neunziger wurden diese auch für Heimanwender erschwinglich, was für einen regelrechten CD-Boom sorgte. Gegen die Jahrtausendwende waren die Disketten dann endgültig von der CD abgelöst worden. Gleichzeitig standen aber auch bereits mit DVD und USB-Flashspeicher die Nachfolger der CD in den Startlöchern.

Internet für die breite Masse

1990 beschloss die National Science Foundation, das Internet für kommerzielle Zwecke zu nutzen und es außerhalb der Universitäten öffentlich zugänglich zu machen. Dank der Entwicklung erster Webbrowser wie dem Netscape Navigator oder dem Internet Explorer sowie durch die Web-Programmiersprache Java wurde das Internet langsam aber sicher tauglich für die breite Masse.

Was ist eigentlich dieses Internet? 1996 bestand noch Aufklärungsbedarf:

Technik-Highlights der Neunziger

Wikipedia: en:AOL

Doch wie gelangte man damals eigentlich ins World Wide Web? Natürlich mit dem früheren weltweit größten Internetanbieter AOL und der entsprechenden Hardware: dem 56K Modem. Wohl kaum ein anderes Geräusch verbinden Technik-Nostalgiker so eng mit den Neunzigern wie dieses typische Knacken, Piepsen und Rattern:

Wikipedia, Garver

Doch wer in den Neunzigern surfen wollte, musste viel Geduld aufbringen – das Laden einer umfangreichen Website konnte durchaus mehrere Minuten in Anspruch nehmen. Zudem wurde man des Öfteren unfreiwillig aus dem Netz gekickt, wenn jemand anderes gleichzeitig telefonieren wollte. Mit der Einführung von ISDN war dieses Problem passé. Im Vergleich zum DFÜ-Modem war es mit einer Dauer von nur wenigen Sekunden darüber hinaus wesentlich komfortabler, ISDN zu verwenden, um sich ins Internet einzuwählen.

„Uh-Oh!“ – eine neue Nachricht

Wer in den Neunzigern eine E-Mail verschicken wollte, tat dies mit hoher Wahrscheinlichkeit über MSN Hotmail. Und wie kommunizierten wir Ende der Neunziger sonst noch so über das Internet? Natürlich via Instant-Messenger wie ICQ, MSN oder AIM – sozusagen die Vorläufer von WhatsApp. Oder wir tummelten uns in diversen Chatrooms & Foren, die sich immer stärkerer Beliebtheit erfreuten.

 

Technik-Highlights der Neunziger: Handys & Mobilfunk

In den Neunzigern gelang auch den Handys der Durchbruch. In dieser Zeit waren es weder Samsung noch Apple, sondern Nokia, Motorola, Sony Ericsson, Alcatel und Siemens, die den Mobilfunkmarkt beherrschten.

SMS – die 160-Zeichen-Kommunikation der 90er

Ab 1995 wurde die SMS richtig populär und stellte fortan die praktische Alternative zum Telefongespräch dar. Allerdings musste man gut überlegen, wie man seine Botschaft am besten in die 160 Zeichen der SMS verpackte –  häufig musste der Nachrichtentext noch einmal umgeschrieben werden, damit er passt. Rund 36 Pfennig  wurden damals für eine SMS veranschlagt – was im Gegensatz zum Telefonieren (etwa 2 DM pro Minute) allerdings verhältnismäßig günstig war.

Der Akku hielt und hielt und hieltTechnik-Highlights der Neunziger

Die Handys aus den Neunzigern mögen im Vergleich zu unseren heutigen Smartphones klobige Plastikbomber mit geringem Funktionsumfang gewesen sein, aber eins konnte man ihnen allerdings nicht absprechen: die famose Akkulaufzeit. Während wir uns heutzutage bereits mit ein bis zwei Tagen zufriedengeben müssen, hielt der Handyakku früher locker eine ganze Woche durch.

Wie lange ist eigentlich deine Schlange?

Mitte der Neunziger konnte man sogar auf dem Handy spielen, und zwar das beliebte Game Snake, bei dem man eine hungrige Schlange möglichst lange über den Bildschirm schlängeln lassen musste.

Wer kennt noch Pager?

Auch eine Möglichkeit zum Empfang von Textbotschaften waren Pager wie Skyper, eLMI, Quix und Scall.  Ein Vorteil der Pager war ihre hohe Portabilität – die Teile passten locker in die Hosentasche. Daneben konnte man mit Quix zum Beispiel auch dpa-Nachrichten empfangen. Wirklich durchsetzen konnte sich diese Technik allerdings nicht, die Pager wurden schnell durch die SMS-Funktion der Handys ersetzt.

Nokia Communicator – der Vorreiter des Smartphones?

1996 erschien der Nokia Communicator für Business-Anwender. Im Gegensatz zu normalen Handys konnte dieses Gerät neben SMS, auch E-Mails und Faxe versenden und empfangen sowie mit einem HTML-fähigen Webbrowser auf Webseiten zuzugreifen – ein Novum.

Konsolen – von 4 bis 128 Bit

Von 2D zu 3D, Von 8 Bit zu 128 Bit, vom Gameboy bis zur Dreamcast – in Sachen Konsolen war in den 90ern so einiges geboten. Konsolen hatten den großen Vorteil, dass jedes Kind sie bedienen konnte und alle Spiele jederzeit zuverlässig und ohne Upgrade der Hardware liefen. Die wohl populärsten Konsolen in dieser Zeit waren Gameboy, Super Nintendo, Sega Mega Drive, Nintendo 64 und PlayStation. Super Mario, Donkey Kong, Link, Sonic, Lara Croft, Crash Bandicot und Pikachu waren unsere Helden.

Die meistverkauften Spiele aller Zeigen im Zeitverlauf:

Haustiere werden digital

Technik-Highlights der Neunziger

Wer als Kind in den späten Neunziger cool sein wollte, besaß weder Hund noch Katze als Haustier, sondern ein buntes Plastikei mit integriertem Display. Das Tamagotchi war das bis dato erste digitale Haustier und man musste sich fürsorglich darum kümmern. Täglich füttern war Pflicht! In Südengland gab es damals sogar einen echten Friedhof für tote Tamagotchis.

3D-Grafik etabliert sich langsam

Auch das Zocken auf dem PC hat sich innerhalb von nur einem Jahrzehnt revolutioniert. Während MS-DOS-Gaming-Klassiker der frühen Neunziger wie Monkey Island, Lemmings oder Commander Keen noch auf simple 2D-Grafiken und lustige Midi-Sounds setzten, revolutionierten Spiele wie Doom oder Duke Nukem mit 3D-Grafik den Markt. Mit der Unreal-Engine gab es bereits im Jahr 1998 dank leistungsstärkerer Grafikbeschleuniger realistische 3D-Grafik zu bestaunen. Zu dieser Zeit lagen Ego-Shooter voll im Trend. Mit Counter Strike wurde ein Titel veröffentlicht, der sich bis heute bei vielen Gamern größter Beliebtheit erfreut.

Im Gegensatz zur Konsole, bei der in der Regel maximal vier Spieler gegeneinander antraten, bot der PC die Möglichkeit auf LAN-Partys Gaming mit einer Vielzahl von Personen zu zelebrieren. Was allerdings damals schon nervte: der eigene PC hinkte den Ansprüchen der Spiele immer hinterher. Nach spätestens einem Jahr war die Technik überholt – ein ständiges Schrauben am PC und Austauschen der Komponenten zählte zum Standard.

Audio – Walkman und Discman sind immer mit dabei

Obwohl der Discman mit der CD das modernere Speichermedium nutzte und damit auch eine bessere Audioqualität bot, war der Walkman mit Kassette auch in den Neunzigern immer noch sehr weit verbreitet – Bandsalat zum Trotz. Denn er war einfach kompakter und günstiger als der Discman.

Das Beste aus beiden Welten versprach der MiniDisc-Player, der Musik digital im MP3 oder AAC Format wiedergeben konnte und gleichzeitig sehr kompakt war. Die MiniDisc führte allerdings eher ein Nischendasein und konnte sich weder gegen Walk- und Discman noch gegen die gegen Ende des Jahrtausends aufkommenden MP3-Player durchsetzen.

Technik-Highlights der NeunzigerZu selben Zeit erfreute sich der PC Mediaplayer Winamp hoher Beliebtheit, der vor allem zum Abspielen von MP3s genutzt wurde. Gegen Ende der Neunziger wurden zudem Filesharing-Dienste a la Napster immer populärer.

Video – die VHS-Kassette dominierte

Videos wurden damals vorwiegend von magnetischen VHS-Kassetten abgespielt. Diese ließen sich wie herkömmliche Kassetten vor- und zurück spulen – was allerdings mit nervigen Wartezeiten verbunden war. Die Videoqualität war aus heutiger Sicht miserabel – unscharf, verwaschen und nicht farbgetreu. Mit der DVD änderte sich das dann schlagartig. Auf einmal konnte man einen kompletten Film in „hochauflösender“ Qualität abspeichern und mit einem DVD-Player zu Hause am Fernseher Kinofeeling genießen – ein Meilenstein für den Home Entertainment Markt.

Der Vergleich – VHS vs DVD von SB C

 

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