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Technik-Highlights der 2000er

Aus analog wird digital: die ersten zehn Jahre des neuen Jahrtausends standen ganz im Zeichen der Digitaltechnik. Wir haben die Technik-Highlights der 2000er für euch zusammengefasst.

Windows läuft endlich halbwegs stabil

Welche Betriebssysteme waren am beliebtesten? Video: Visuell

Während Windows Millennium zur Jahrtausendwende noch nicht die erhofften Verbesserungen in Sachen Systemstabilität brachten, sah das mit Windows 2000 und insbesondere mit Windows XP schon besser aus. Zwar konnte es auch hier ab und an noch passieren, dass der Bildschirm mal einfror, allerdings war das hier eher die Ausnahme als die Regel. Mit Windows 7 lief das Microsoft Betriebssystem dann endlich zuverlässig.

Bildschirme und Fernseher werden flach

Video: Tuhl Teim DE zeigt, die moderne Monitore früher aussahen

Endlich keine klobigen Kathodenstrahlröhrenbildschirme mehr – dank LCD-TFT-Technologie werden Monitore und Fernsehergeräte in den 2000er-Jahren auf einmal richtig flach und platzsparend. Mit der Einführung von HDTV gegen Ende des Jahrzehnts wurde zudem das Fernsehbild für damalige Verhältnisse verblüffend scharf.

Die Anfänge von Social Media

Im Jahr 2002 ging mit MySpace das erste richtige soziale Netzwerk an den Start. MySpace war die erste große, öffentliche Social Media Plattform, über die man mit Freunden und Bekannten kommunizieren konnte.
2004 folgte Facebook, das eigentlich zuerst als Soziales Netzwerk für Harvard-Studenten konzipiert war. Während die Nutzerzahlen zu Beginn noch verschwindend gering waren, avancierte Facebook über die Jahre zum sozialen Netzwerk der ersten Wahl auf. Im selben Jahr erblickte die soziale Video-Streaming-Plattform YouTube das digitale Leben.

Technik-Highlights der 2000er


StudiVZ, SchülerVZ  und meinVZ waren die deutsche Antwort auf Facebook. Am Anfang waren diese Social Media Portale sogar populärer als das bis dato ausschließlich englische Facebook. Heute spielen diese Netzwerke keine nennenswerte Rolle mehr im Social Media Kosmos.

Ein weiterer Meilenstein der Social Media Geschichte war der Start des Micro-Blogging-Dienst Twitter. Via 140 Zeichen umfassenden Kurzbotschaften (Tweeds) konnte man seinen Gedanken öffentlich Gehör verschaffen. Twitter erfreut sich auch heute noch hoher Beliebtheit und zählt zu den am meisten besuchten Social Media Plattformen weltweit.

Kurze Zeit später entstand mit Tumblr eine weitere Microblogging-Plattform, auf der es erstmalig auch möglich war live zu streamen.

Wikipedia – schnelles & frei zugängliches Wissen für alle

Um früher an Wissen zu gelangen, ging man in die Bibliothek. Mit der Microsoft Encarta Enzyklopädie konnte man in den Neunzigern Inhalte wenigstens – ähnlich wie in einem riesigen digitalen Lexikon – über eine CD abrufen. Doch erst mit Wikipedia änderte sich unser Umgang und Verhältnis zu Wissen schlagartig. Informationen waren plötzliche kostenlos und frei zugänglich.

So entwickelte sich Wikipedia in den letzten 20 Jahren. Video: H H official channel

Klingeltöne und Klapp/Slide Handys waren Kult

Wer sein Handy in den 2000er-Jahren individualisieren wollte, schickte eine SMS an den damaligen Marktführer JAMBA und erhielt kurze Zeit später für eine Gebühr von mehreren Euro den gewünschten Klingelton. Wem der Crazy Frog noch ein Begriff ist, wird sich sicherlich noch an die zahlreichen nervigen Klingelton-Werbungen im TV erinnern. Vom verrückten Frosch bis hin zum tanzenden Nilpferd oder Küken – für jeden Klingelton gab es den passenden Werbeclip.

 

 

Das Nokia 3650 aus dem Jahr 2003 – ein Vorläufer des Smartphones im ulkigen Design. Dank dem neuen Betriebssystem Symbian OS ließen sich hierauf sogar bereits kleine Programme installieren sowie Video- und Audiodateien abspielen. Den großen Smartphone Hype löste dieses Handy allerdings noch nicht aus.

Das erste iPhone – der Beginn der Smartphone-Ära

Am 9. Januar 2007 wurde von Steve Jobs mit dem iPhone 1 das erste Smartphone vorgestellt, das über einen Touchscreen bedient werden konnte, mehrere Sensoren besaß und Medien wiedergeben konnte  – ein absolutes Novum zur damaligen Zeit.

Die damaligen Top-Smartphones im Vergleich: iPhone 2G VS Nokia N95, Video: T&GG channel

Mit 3G kommt das Internet auf das Smartphone

Der Nachfolger, das iPhone 3G, machte sich die Weiterentwicklung der mobilen Datenverbindung zunutze und unterstütze sowohl UMTS als auch HSDPA. Auf einmal konnten Internetinhalte auch unterwegs geladen werden, ohne dabei auf einen Computer oder Laptop angewiesen zu sein.

Digitale Fotografie setzt sich durch

Der Jahrtausendwechsel brachte auch eine kleine Revolution in Sachen Fotografie mit sich. Ab sofort wurde vornehmlich digital fotografiert und es begann ein Pixelwettstreit. Während die ersten kommerziellen Digitalkameras lediglich mit 1 bis 2 Megapixel auflösenden, erhöhte sich die Anzahl quasi jährlich. Das erste Handy mit integrierter Digitalkamera war übrigens das Nokia 7650, das im Jahr 2002 erschien.

Der erste iPod mischt den MP3-Player-Markt auf

In den 2000er etablierte sich das Audioformat MP3 auch immer mehr innerhalb mobiler Geräten. MP3-Player waren die praktische Alternative zum Discman. Anfangs war ihre Speicherkapazität jedoch noch sehr begrenzt. Viel mehr als auf eine Audio-CD passte auf sie erstmal nicht. Doch das sollte sich schnell ändern.

So oder so ähnlich sahen MP3-Player früher aus. Video: Theminifigureman1

2001 wurde die erste Generation des Apple iPod präsentiert. Mit 5 GB fiel der Speicher für damalige Verhältnisse riesig aus. Schon bald ließen sich auf vielen MP3-Playern mehrere hundert Titel speichern und plötzlich konnte man seine komplette Musiksammlung überall mit dabei haben. Gegen Mitte des Jahrzehnts gehörten MP3-Player dann auch auf dem Handy zum Standard.

Auf den Apple Music Event 2001 stellte Steve Jobs den ersten iPod vor – Video: JoshuaG

USB-Sticks werden zum beliebten Speichermedium

Handlich, praktisch, robust – richtig populär wurden USB-Stick als die Preise Anfang der 2000er Jahre langsam fielen. So ersetzten Sie schnell Diskette und CD. Mit einem USB-Stick ließen sich Daten auf einmal noch einfacher transportieren und schneller transferieren. Der USB-Stick hat sich im Laufe der Jahre hinsichtlich Speicherkapazität, Geschwindigkeit und Sicherheit stets weiterentwickelt und zählt auch heute noch zu den beliebtesten transportablen Speichern.

Blu-ray Disc als Nachfolger der DVD

Als Nachfolger der DVD kam 2006/07 die Blu-ray Disc auf den Markt. Mit wesentlich mehr Speicherkapazität bot diese eine erheblich verbesserte Videoqualität und konnte sich daher langsam im Home-Cinema- und Gaming-Bereich etablieren. Anhand der Verkaufszahlen sieht man, wie die optischen Speichermedien die VHS-Kassette vom Markt verdrängt haben. Gegen Ende des Jahrzehnts spielte VHS keine Rolle mehr.

Anzahl der verkauften Bildträger in Deutschland
(in Mio.)
Jahr DVDs Blu-ray
Discs
HD-
DVDs
VHS-
Kassetten
1999 2,1 39,8
2000 8,2 35,8
2001 18,9 31,7
2002 35,5 28,6
2003 64,1 20,8
2004 90,2 13,0
2005 98,7 5,6
2006 100,8 2,0
2007 103,3 0,372 0,13 0,8
2008 101,3 1,7 0,5 0,2
2009 106,6[12] 6,2 0,1 (HD-DVD + VHS)
Quelle: Wikipedia

Breitband macht das Internet schnell

Endlich können im Web auch Videos ohne lange Ladezeiten angeschaut, umfangreiche Website in nur wenigen Sekunden geladen werden und größere Dateien schnell heruntergeladen werden – dem Breitband-Internet sei Dank! Anfang der 2000er verbreiteten sich Breitband-Anschlüsse aufgrund immer günstigeren DSL-Flatrates rasant.

WLAN – surfen ohne lästige Kabel

Drahtlos surfen ist für uns heute eine Selbstverständlichkeit. Doch bis zur Jahrtausendwende wurde nahezu ausschließlich kabelgebunden gesurft. Im Jahr 1999 hat das Apple iBook diese Situation jedoch grundlegend geändert. Mit einer Basisstation (die gegen einen Aufpreis von 300 US-Dollar erworben werden konnte) und einer WLAN-Karte vom Patentinhaber Lucent (Preis von 100 US-Dollar) wurde WLAN für den Endkunden geboren.

Technik-Highlights der 2000er

Apple nannte die Technik damals noch „Airport-Technologie“. Andere Hersteller wurden schnell auf diese Technologie aufmerksam und begannen, ihre eigenen Chipsätze zu entwickeln und sich zusammen mit Lucent auf dem Markt zu positionieren. Es folgte eine rasante Entwicklung der WLAN-Technologie, sodass drahtlose Schnittstellen in Computern und WLAN-fähigen Router immer beliebter und günstiger wurden.

Online-Multiplayer-Gaming boomt

Egal, ob World of Warcraft, Unreal Tournament, Counter Strike, Age of Empire oder Command and Conquer – zusammen im Netz zu Zocken gehörte zu den Gaming-Highlights der 2000er-Jahre – vorausgesetzt man hatte einen schnellen Internetanschluss.

PlayStation 2 vs Gamecube vs Xbox – Video: WatchMojo.com

Xbox oder PlayStation – der Kampf der Konsolen

Mit der Xbox kam 2001/02 die erste Videospielkonsole von Microsoft auf den Markt, die in direkter Konkurrenz zur PlayStation 2 stand. Der Nintendo GameCube konnte nicht an die Erfolge des N64 anknüpfen. Ganz anders die Nintendo Wii. Dank innovativem Bedienkonzept mit Bewegungserkennung konnte sich die Wii trotz schwächerer Hardware gegenüber Xbox One und PlayStation 3 behaupten. Eine Neuheit bei den Konsolen der siebten Generation war ihre Online-Fähigkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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