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Fixed Wireless: die Telekom setzt beim Breitbandausbau auf Glasfaserkabel an der Laterne

Um den Breitbandausbau voranzutreiben, plant die Deutsche Telekom ein Viertel der ausstehenden Haushalte mit Funknetzwerk zu versorgen, anstatt einen kabelgebundenen Anschluss bereitzustellen. Dabei entfällt das Verlegen der Leitungen bis zum Kunde und auch der hohe Aufwand beim Aufreißen von Straßen reduziert sich so. Das spart Zeit und Kosten. Doch die sogenannte „Fixed Wireless-Lösung“ bietet nicht nur Vorteile.

Trotz Außenantenne geringe Reichweite und hohe Störanfälligkeit

Beim Breitbandausbau via „Fixed Wireless“ werden die Glasfaserkabel gemeinsam mit einem Access Point an Straßenlaternen befestigt. Über diesen Access Point wird das Funknetzwerk dann an die einzelnen Router von bis zu 16 (später sogar 30) Haushalten verteilt. Damit dies gelingt, benötigt der Kunde eine Außenantenne am Fenster. Die Verbindung zwischen Antenne und Router erfolgt über Flachbandkabel durch das Gummi des Fensters. Die Datenübertragung spielt sich dabei im hohen 60 GHz-Bereich in einem Frequenzband mit vier Kanälen mit jeweils zwei Gigahertz Frequenzbandbreite ab. So sollen Gigabit-Datenraten erreicht werden können, die sich jedoch auf Up- und Downlink aufteilt. Nachteile von Fixed Wireless  sind geringe Reichweiten und eine hohe Anfälligkeit für Netzwerkstörungen bei starkem Regen. Die Telekom führt derzeit bereits Testversuche in Bonn und Berlin durch, die im Laufe des Jahres ausgeweitet werden sollen. Verläuft alles nach Plan, wird das Fixed Wireless Gigabit-Drahtlosnetzwerk bereits 2020 in Betrieb gehen.

Fixed Wireless – cleverer Schachzug der Telekom oder schlechter Breitbandanschluss-Ersatz?

 

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